Projektbeschreibung

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Arbeit in der digitalisierten Welt“ im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms „Zukunft der Arbeit“ als Teil des Dachprogramms „Innovation für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“

PDF-Flyer zum finalen Projektdemonstrator

Der geplante Projektdemonstrator am 19.3.2020 wurde abgesagt! Ein möglicher Ersatztermin zu einer alternativen Veranstaltung wird in naher Zukunft bekanntgegeben.

Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine durchgängige digitale Planung, Schulung, Umsetzung und Steuerung eines proaktiven Arbeitsschutzes auf Baustellen auf Basis von smarten Technologien und cloudbasierten Dienstleistungen zu realisieren.

Annähernd jede Art der Erwerbsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland wird mittlerweile von informations- und kommunikationstechnischen Arbeitsmitteln begleitet. In Arbeitsumgebungen, die von Industrie 4.0 geprägt werden, wird dies besonders deutlich. Die Arbeit mit digitalen Werkzeugen und Medien erhält auch dank des Building Information Modeling (BIM) nach und nach Einzug in das Baugewerbe. Zudem wird die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik immer enger. Sensorik, Simulationsmodelle und mobile Software unterstützen im Arbeitsalltag, die Datenverfügbarkeit durch Cloudlösungen und darüber vor Ort möglichen Datenerfassung nehmen zu.

Zugleich können Software und Automatisierung jedoch nicht jede Form von Arbeit ersetzen. Wo Menschen und Maschinen aufeinandertreffen ist stets ein hohes Gefahrenpotential vorhanden. In Produktionshallen werden daher z.B. Lichtschranken eingesetzt, um Maschinen, insbesondere Roboter abzuschalten, wenn ihnen Menschen zu nahe kommen oder getrennte Wege und Durchgänge für Menschen und Fahrzeuge ausgewiesen. Im Gegensatz zu Produktionshallen sind Baustellen dynamischer Natur und verändern sich aufgrund des Baufortschritts täglich. Zudem sind hier i.d.R. mehr Menschen tätig, welche dort auf frei bewegliche schwere Baumaschinen treffen, wie z.B. Bagger und Krane. Durch den Lärm der Geräte, Verschmutzungen, Sichtfelder aber auch Unachtsamkeiten und Missverständnissen kommt es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen und tödlichen Unfällen.

Ein Ziel von DigiRAB ist es, diese Gefahrquellen vorab in der Projektplanung zu zu erkennen und so weit wie möglich zu begrenzen. Dazu sollen u.a. sichere Arbeitsbereiche durch die digitalen Planung mittels Building Information Modeling (BIM) geschaffen werden und Bauarbeiter und Maschinenfüher/-innen auf Baustellen bei bevorstehenden Kollisionen durch proaktive Sensorik präventiv in Echtzeit gewarnt werden. Des Weiteren soll eine nicht-regelkonforme Verwendungen von Handwerkzeugen verhindert werden, z.B. indem ihre sichere Einsatzweise bereits im der Virtuellen Welt (VR) geschult werden.

Am Forschungsprojekt beteiligt sind die Ruhr-Universität Bochum mit den Lehrstühlen Informatik im Bauwesen und Informations- und Technikmanagement als Verbundkoordinator, die Ed. Züblin AG – Direktion Mitte, die Topcon Deutschland Positioning GmbH, die thinkptoject! GmbH und die Selectronic Funk- und Sicherheitstechnik GmbH. Assoziierte Partner sind die Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) und die Hilti AG.